Igel sind faszinierende Tiere. In den letzten Jahren hat ihre Population jedoch stark abgenommen, was auf den Verlust von Lebensräumen und Nahrungsquellen zurückzuführen ist. Indem wir unseren Garten igelfreundlich gestalten, können wir dazu beitragen, den Bestand dieser Tiere zu erhalten und zu fördern. Außerdem bereichert die Anwesenheit von Igeln unsere Gärten und gibt uns die Möglichkeit, diese Tiere aus der Nähe zu beobachten.

Verständnis für Igel und ihre Habitatbedürfnisse
Igel sind nachtaktive Tiere, die sich vorwiegend von Insekten, Schnecken und Regenwürmern ernähren. Im Winter halten sie Winterschlaf und benötigen dafür einen geeigneten Platz. Igel bevorzugen eine natürliche Umgebung, in der sie sich frei bewegen können und Unterschlupf finden. Ein igelfreundlicher Garten sollte deshalb folgende Elemente enthalten:
- Unterschlupfmöglichkeiten wie Laub- und Reisighaufen, Komposthaufen, Steinhaufen oder ein Igelhaus
- Nahrung wie Insekten, Schnecken, Regenwürmer und auch Igelfutter, das im Handel erhältlich ist
- Wasserquelle wie eine flache Schale mit Wasser oder ein Teich
- Ausreichend Platz für den freien Bewegungsraum
- Verbundene Lebensräume wie Hecken, Zäune oder Mauern
Gestaltung eines igelfreundlichen Gartens
Ein igelfreundlicher Garten zeichnet sich durch eine natürliche Gestaltung aus. Es gibt viele Möglichkeiten, einen solchen Garten zu gestalten. Ein wichtiger Aspekt ist die Auswahl der richtigen Pflanzen. Hierbei sollten Sie darauf achten, dass die Pflanzen nicht nur schön aussehen, sondern auch Nahrung und Unterschlupf für Igel bieten. Wildpflanzen eignen sich hierfür besonders gut. Auch sollten Sie darauf achten, dass Sie keine giftigen Pflanzen in Ihrem Garten haben, da diese für Igel gefährlich sein können.
Eine weitere Möglichkeit, einen igelfreundlichen Garten zu gestalten, ist die Schaffung von natürlichen Lebensräumen. Hecken, hohes Gras, Totholz und Steinhaufen bieten Igel Unterschlupf und Nahrung. Auch ein Igelhaus kann eine gute Möglichkeit sein, um den Igeln einen sicheren Platz zum Überwintern zu bieten.

Zäune, Unterschlupf und störungsfreie Zonen
Ein igelfreundlicher Garten sollte auch ausreichend Platz und Ruhebereiche bieten. Störungen sollten vermieden werden, um den Tieren eine Rückzugsmöglichkeit zu geben. Hierfür können Sie spezielle störungsfreie Zonen einrichten, in denen Sie beispielsweise keine lauten Geräte verwenden oder keine Beleuchtung installieren. Auch sollten Sie darauf achten, dass Ihre Zäune igelfreundlich sind. Igel können nämlich keine hohen Zäune überwinden. Durch das Anbringen von Durchlässen oder das Absenken der Zäune können Sie den Igeln den Weg in Ihren Garten erleichtern.
Pflege des igelfreundlichen Gartens
Ein igelfreundlicher Garten benötigt regelmäßige Pflege und Überwachung. Hierdurch können Sie sicherstellen, dass die Tiere ausreichend Nahrung und Unterschlupfmöglichkeiten haben. Auch sollten Sie darauf achten, dass keine gefährlichen Gegenstände im Garten liegen, die für Igel gefährlich sein können. Wenn Sie beispielsweise einen Teich haben, sollten Sie sicherstellen, dass dieser für Igel nicht zur Falle wird.
Unterstützung für den Igelschutz
Es gibt viele Organisationen, die sich für den Schutz der Igel einsetzen. Durch eine Spende oder Mitgliedschaft können Sie dazu beitragen, den Bestand dieser Tiere zu erhalten. Auch können Sie sich ehrenamtlich engagieren und an Aktionen teilnehmen, die den Schutz von Igel und seinem Lebensraum fördern.